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Intimhaare und Rasur
Die Intimbehaarung bei Frauen ist seit jeher ein Thema voller Trends, Erwartungen und persönlicher Entscheidungen. Von komplett glatt bis hin zu natürlich-wild – es gibt kein „richtig“ oder „falsch“.
Intimbehaarung erfüllt biologische Funktionen, kann aber auch ästhetische oder praktische Gründe haben, warum sie verändert oder entfernt wird. Zeit also, einen genaueren Blick auf die Vielfalt und ihre Vor- und Nachteile zu werfen.
Natur pur – Haare mit Funktion
Die Intimbehaarung wächst nicht ohne Grund. Sie dient als Schutz: Sie reduziert Reibung, hält Schweiß auf Abstand und bildet eine Barriere gegen Bakterien. Manche Frauen empfinden die natürliche Behaarung als angenehm und unkompliziert – kein Rasurbrand, keine Stoppeln, kein Pflegeaufwand.
Gleichzeitig kann ein dichter Haarwuchs aber auch wärmer sein, stärker riechen (weil Schweißpartikel länger haften) oder beim Sport als störend empfunden werden. Am Ende ist es wie mit jeder Frisur: Sie ist auch Ausdruck der eigenen Persönlichkeit und sollte dazu beitragen, sich wohl zu fühlen.
Die Trends der jeweiligen Frisur sind ganz vom jeweiligen Zeitgeschmack abhängig. 1980 hat man eher einen Naturlook getragen, bis viele Erotikfilme eine glatt rasierte Vulva als Optimum angepriesen haben. Heutzutage sind die Haarlängen wieder deutlich diverser und so findet man bei Männern als auch Frauen alle Längen, Formen und teils sogar Farben.
Bildquelle: Tilmann Jörg, Blonde schamhaare, CC BY-SA 3.0 DE
Gestutzt, getrimmt, gestylt
Viele Frauen entscheiden sich für einen Mittelweg der Intimfrisur: Kürzen, Trimmen oder Formen. Beliebt sind Dreieck, Streifen oder kreative Variationen. Auf den nachfolgenden Bildern sind nur einige Varianten abgebildet. Selbstverständlich sind auch die Kreationen ganz von der Haarbeschaffenheit und -Dichte abhängig bzw. der Sensibilität der Haut.
Besonders der Bereich der äußeren Vulvalippen eignet sich für eine optisch interessante Gestaltung. Wie beim Haupthaar, haben auch die Frisuren im Intimbereich ihre eigenen Namen.
Die eher natürliche Variante (mit leichter Rasur an den Seiten) auf dem Bild oben links, geht zu deutlich kürzeren, getrimmten Haaren auf dem Bild rechts daneben über. Unten links ist ein breiter Streifen zu sehen, der als „French Waxing” bekannt ist, jedoch nicht zwingend mit einer Entwachsung verbunden sein muss. Natürlich darf auch der Rasierer zum Einsatz kommen. Rechts unten ist die teilweise Intimhaarentfernung im Stil des „Brazilian Waxing” zu sehen. Unter dem Begriff kann man aber auch eine vollständige Entfernung der Haare verstehen. Die Übergänge sind fließend.
Bildquellen: Tamelis, Hairy pubis, CC BY-SA 4.0 | Hitomisugoi, Mons Venus with Hair, CC BY 2.0 | Samira beautyshop, Pubic hair (Brazilian haircut) Triangle style, CC BY-SA 3.0
Die komplette Rasur
Die vollständige Entfernung der Haare ist weit verbreitet und kann durch Rasur, Wachs, Sugaring oder Laser erfolgen. Die glatte Haut fühlt sich gut an und ist manchmal praktischer bei körperlicher Betätigung.
Die Kehrseite der Medaille zeigt sich auch bei den anderen Rasurmethoden. So kann es zu Hautirritationen, Rasierpickeln oder eingewachsenen Haaren kommen. Aus medizinischer Sicht gibt es keine Notwendigkeit, Haare vollständig zu entfernen – es ist also reine Geschmackssache. Wer die glatte Variante bevorzugt, sollte vor allem auf gute Hygiene bei der Haarentfernung und eine scharfe Klinge achten.
Bildquelle: Johanna79, 02 Genitalien, CC BY-SA 3.0
