Lob, Kritik und Liebesbekundungen


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Viel Penis, wenig Vulva!

Im aufklärerischen Kontext ist die Vulva stark unterrepräsentiert (im Gegensatz zu Penissen). Die Seiten, die sich mit dieser Thematik beschäftigen, sind hingegen fast ausnahmslos von Frauen verfasst. Das ist grundsätzlich gut, jedoch fühlen sich Männer davon mitunter nicht angesprochen. Genau diese 50 % der Bevölkerung sind jedoch ebenso wichtig. Warum also nicht mutig sein und als Mann eine Webseite über Vulven verfassen? Mit dem einen oder anderen kritischen Kommentar gegenüber der Männerwelt, gewürzt mit einer guten Portion Lebenserfahrung? Es wäre zumindest ein Versuch, eine noch größere Zielgruppe zu erreichen und die Diskussion anzuregen.

Hinzu kommt, dass Vulven stark sexualisiert sind. Die Gründe dafür sind verschieden. Einer der offensichtlichsten ist jedoch, dass Pornos vor allem cis-männerzentriert sind. Penisse erscheinen nicht weniger attraktiv, jedoch sind die Grundfunktionalitäten des guten Stücks gesellschaftlich bekannter (und eventuell auch simpler) als die der Vulva.

Werden in der Öffentlichkeit Geschlechtsteile an Toilettentüren, Hauswände oder in den Schnee gemalt, dann sind es fast immer Penisse. Bilder von Vulven gibt es hingegen kaum. Warum eigentlich? Eventuell, weil sich Menschen gar nicht im Klaren darüber sind, wie man sie zeichnet? Hier fehlt es definitiv an Wissen. Und manchmal auch an Mut.

Und jetzt bitte: Weniger Penisse, mehr Vulven!


Who is it…?

Mit meiner Offenheit für alle Themen rund um Sexualität, war ich bereits mit 20 Jahren Ansprechpartner für Freunde, wenn es um den Austausch zu schambehafteten Themen oder diesbezüglich interessanten Diskussionen und Fragen ging. Bis heute – und somit über 20 Jahre später.
Im Laufe der Jahre konnte ich viele neue Perspektiven kennenlernen, mir Wissen aneignen und Erfahrungen sammeln. All dies ließ sich wie ein Puzzle zusammenfügen. Mit einer unerschrockenen Neugier bin ich weiterhin offen für spannende Einblicke in alle Themen im Bereich der Sexualität und interessiere mich für neue Blickwinkel.

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Einige Ansatzpunkte dieser Seite haben ihren Ursprung in meiner Partnerin, die Hebamme ist. Dafür danke ich ihr sehr. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich Vulva, Vagina, Zyklus, Menstruation sowie natürlich Schwangerschaft und Geburt mit ganz neuen Augen betrachte. Interessante Gespräche und bohrende Fragen meinerseits blieben dabei natürlich nicht aus.
Apropos: Eine der ungeklärten Fragen war, ob sich Frauen in einem sachlichen Kontext ebenso stark für Penisse interessieren – außer sie sind Urologinnen. Wer sich angesprochen fühlt, darf mir gerne schreiben.

Andererseits erfordert der gesamte Bereich der Aufklärung neue und moderne Sichtweisen. Mit drei Kindern, die sich zum Teil in einem Alter befinden in denen die erste Freundin oder der erste Freund sehr real werden, ist es mir wichtig, mit gutem Beispiel voranzugehen und genau das vorzuleben, was mir selbst so wichtig ist: Wissen und voneinander lernen.


Hey! Ho! Let´s go…

Bei der Konzeption dieser Seite war es mir wichtig, interessierten Menschen die Möglichkeit zu geben, sich auf spielerische Weise näher mit der Vulva zu beschäftigen. Die Inhalte sollen dazu anregen, Gedanken und Erfahrungen mit anderen zu teilen, an Workshops teilzunehmen und kreativ zu werden. Aus diesem Grund unterstützt LaVulva nicht nur ein Spendenprojekt, das Gleichberechtigung fördert, sondern bietet auch Vereinen, Gruppen und der Kunst- und Kreativszene eine Plattform, um sich vorzustellen und sichtbarer zu werden.

All diese Menschen gab und gibt es schon immer. Sie bemühen sich um ein besseres Miteinander, führen zusammen und kämpfen für mehr Aufklärung und Gerechtigkeit.
Mit den Angeboten auf dieser Seite möchte ich genau diese Menschen unterstützen, in der Hoffnung, eine noch größere Dynamik zu entfalten und schneller das zu erreichen, was für viele von uns selbstverständlich sein sollte:
Eine Welt, in der wir miteinander für eine bessere Zukunft arbeiten und nicht gegeneinander.
Danke, dass auch du ein Teil davon bist.

Johannes & all die Unterstützer*innen